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Die Gemeinde informiert - Was darf in die Toilette?

25.03.2020
Die falsche Anwendung von Toiletten kann zu verstopften Rohren bis hin zu hohen Umweltbelastungen führen.

Grundsätzlich sollten in der Toilette nur Dinge entsorgt werden, die auch dafür vorgesehen sind, denn alles andere kann schwere Folgen bei der Abwasserentsorgung haben.

Müll, Essensreste und Küchenabfälle:
Während Müll wie Wattestäbchen, Wattepads oder Zigarettenkippen in der Kläranlage zeit- und kostenaufwendig aussortiert werden müssen, locken Essensreste und Küchenabfälle in den Kanälen Ratten an. Die in einigen Speisen enthaltenen Fette und Öle sorgen außerdem dafür, dass diese sich in den Rohren festsetzen. Durch die Verschmutzung kommt es nicht nur zu unangenehmen Gerüchen, sondern auch zu hohen Kosten bei der Reinigung!

Bitte entsorgen sie deshalb Müll, Essenreste und Küchenabfälle im Haus- bzw. Biomüll!

Medikamente:
Ein anderes Problem stellen Medikamente bei der Entsorgung über die Abwasserkanäle dar. Kläranlagen können diese nicht aus dem Abwasser entfernen, so dass diese letztlich in unser Trinkwasser gelangen können.
Medikamente müssen über den Hausmüll oder besser noch über Apotheken oder Schadstoffsammelstellen entsorgt werden.

Farben, Lacke und Lösungsmittel:
Die Substanzen greifen Gebäude und Technik der Abwasseranlagen an und sind giftig für die Mikroorganismen. Sie gefährden dadurch den biologischen Abbau in den Belebtschlammbecken. Letztlich können auch diese Substanzen nicht oder nicht komplett aus dem Abwasser entfernt werden und gelangen in unser Trinkwasser.
Farb- und Lackreste und Lösungsmittel müssen bei Schadstoffsammelstellen entsorgt werden.

Feuchttücher, Taschentücher und Küchenrollen:
Anders als Toilettenpapier bestehen Feucht- und Taschentücher wie auch Küchenrollen häufig aus besonders reißfesten Materialien und zersetzen sich oftmals nicht oder nicht vollständig im Wasser. Selbst wenn die Artikel mit dem Zusatz „biologisch abbaubar“ beworben werden sind sie nicht für die Entsorgung durch die Toilette vorgesehen! Reste der Produkte können dann zu Verstopfungen in den Leitungen und Schäden in den Kläranlagen führen.
        
Viele Grüße
Ihre Auszubildenden und Praktikanten

Kategorien: Gemeinde & Bürger