17.06.2026
Was ist Jakobskreuzkraut? Wie gefährlich ist es? Was kann man dagegen tun?
Das hochgiftige Jakobskreuzkraut stellt eine tödliche Gefahr für Weidetiere dar. Das Kraut wirkt für Weidetiere stark toxisch und eine Vergiftung ist bis heute nicht behandelbar, deswegen sollte das Kraut unbedingt bekämpft werden. Auch getrocknet (beispielsweise in Heu oder Silage) bleiben die Giftstoffe wirksam.
Wie erkenne ich Jakobskreuzkraut?
Es sticht durch seine leuchtend gelben Blütenköpfe auf Brachflächen auf Anhieb ins Auge. Auf Wiesen und Weidenflächen hingegen erkennt man die Giftpflanze häufig erst auf den zweiten Blick, da viele im Juni blühenden Pflanzen ebenfalls gelbe Blüten tragen.
Das Kraut bildet einen kantigen, gedrillten und starken Stängel aus, der oft rötlich-braun oder violett schimmert und teilweise spinnwebartig behaart ist.
Wie gefährlich ist es für uns Menschen?
Das Jakobskreuzkraut ist nicht nur für Tiere sondern auch für uns Menschen gefährlich. Es enthält Pyrrolizidinalkaloide, das sind Stoffe, die in der Leber zu giftigen Substanzen umgewandelt werden. In Milch und Honig wurden die giftigen Stoffe, für die es derzeit keinen einheitlichen Grenzwert gibt, bereits nachgewiesen.
Wo wächst Jakobskreuzkraut?
Verbreitet ist es besonders auf extensiv genutzten Weiden, Wiesen, Wegrändern und Böschungen. Aber auch im heimischen Garten findet sich die Pflanze.
Was kann man dagegen tun?
Um das Kraut loszuwerden, sollten Sie die Einzelpflanzen ausstechen, mit Wurzel ausreißen und entsorgen.
Über die Pflanze zu mähen ist nicht zur nachhaltigen Bekämpfung geeignet, es kann lediglich die Samenbildung verhindern. Je häufiger Sie das Jakobskreuzkraut mähen, desto hartnäckiger hält es sich, da es Seitentriebe ausbildet.
Das Jakobskreuzkraut dürfen Sie ohne Bedenken im Biomüll, in Kompostierungs- und Biogasanlagen entsorgen, dort werden alle Pflanzenteile sowie die Samen zuverlässig zerstört.
Die Entsorgung auf einem Miststock, einen Gartenkompost oder in herkömmlichen Grüngut-Annahmestellen ist zu vermeiden, da so eine weitere Ausbreitung gefördert wird.
Viele Grüße
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