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Bericht zum Vortrag Selbstbestimmte Altersvorsorge und dem Vorsorgeordner

12.04.2019
Infos des Seniorenbeirats (aus der Amtsblatt der Kalenderwoche 15): „Ich würde auch lieber am Strand liegen“ – Bericht zum Vortrag Selbstbestimmte Altersvorsorge und dem Vorsorgeordner am 02.04.19 in Niedernberg

Die Auseinandersetzung mit den Themen der Vorsorge bei Unfall, Krankheit und Tod bedingt immer auch die unangenehme Beschäftigung mit der eigenen Endlichkeit. Zum Vortrag: „Selbstbestimmte (Alters-)Vorsorge“ hatte das Team der Selbsthilfegruppe des „Landesverband Niere Bayern e.V. - Regionalgruppe Untermain“ eingeladen.  Angeführt von Maria Jakob (s. Bild oben), hatten die Ehrenamtlichen diesen Vortrag für ihren Kreis organisiert und zugleich für Interessierte aus Niedernberg geöffnet.

In ihrer Begrüßung formulierte die Kleinwallstädterin eine der zentralen Fragen des Abends „Geht es mir um die Qualität des Lebens, oder die Lebensdauer, was ist mir wichtig?“. Als Sprecherin einer Gruppe von Menschen mit chronischen Erkrankungen ergänzte sie dazu einen unverkrampften und humorvollen Blick auf die schwierigen Themen: Sie stellte eine Sammlung von „Todesanzeigen der anderen Art“ vor, was doch zur allgemeinen Auflockerung beitrug. Aus dem Publikum wurde dann der obige Spruch aus dem Titel ergänzt: „Guck net so blöd, ich dät ach lieber am Strand liege“. Der Gehalt dieser Darstellung? Hier hatte sich jemand zu Lebezeiten Gedanken gemacht und selbst verfügt!

Die über 50 interessierten Zuhörer bekamen im anschließenden Vortrag detaillierte Infos zu wichtigen Verfügungen und Vollmachten in diesem Zusammenhang. Franziska Hofmann (s. Bild unten) referierte hierzu als neue Kollegin von Konrad Schmitt. Beide gehören zum wachsenden Team der Beratungsstelle für Senioren und pflegende Angehörige (BSA). Diese tourt nun seit fast einem Jahr mit der Idee des Vorsorgeordners durch den Landkreis. Dessen drei wichtigsten Elemente wurden so auch zu Beginn vorgestellt: Die Vorsorgevollmacht, die Betreuungsverfügung und die Patientenverfügung. Durch die vielen Anwesenden der „Selbsthilfegruppe Niere“ spielte gerade das Thema Organspende eine große Rolle. Bei der Betrachtung der lebenserhaltenden Maßnahmen, geregelt in der Patientenverfügung, kamen so auch einige Fragen zu den Anforderungen der Transplantations-Medizin auf.

Für detaillierte Infos zum Inhalt, liegt der Bericht zum Vortrag im Juni 2018 vor. Weitere Fragen beantwortet auch die Beratungsstelle mit ihren Vertretungen in Erlenbach und Miltenberg.

 Abschließend bedankte sich das Team des „Landesverband Niere Bayern e.V. - Regionalgruppe Untermain“ für die Überlassung der Räumlichkeiten und die tatkräftige Mitwirkung bei Organisation und Vorbereitung, stellvertretend bei Birgit Roth (Seniorenbeirätin u. Leitungsteam Spätlese) sowie Jürgen Schmelz (Leitung Bereitschaft BRK und Helfer vor Ort).

   

 

Hier finden Sie die vollständige Darstellung aus dem Amtsblatt: LINK/pdf

 

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