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5. Kommunales Energieeffizienznetzwerk: DieKlimaKommunen

08.07.2026
Kommunen informieren sich über Photovoltaik-Projekte und besichtigen die neue PV-Freiflächenanlage „Stumpertsacker“ im Markt Goldbach

Am 30. Juni 2026 fand im Feuerwehrhaus des Marktes Goldbach das 5. Netzwerktreffen des Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerkes DieKlimaKommunen³ statt. Vertreterinnen und Vertreter der Netzwerkkommunen kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich Klimaschutz, Energieeffizienz und insbesondere den Ausbau der Photovoltaik auszutauschen.

Im Mittelpunkt des Netzwerktreffens stand das Thema Photovoltaik als wichtiger Baustein der kommunalen Energiewende. Den Höhepunkt und gleichzeitig den Start der Veranstaltung bildete die Besichtigung der PV-Freiflächenanlage „Stumpertsacker“ in Goldbach, die als Leuchtturmprojekt für die regionale Energieversorgung gilt. Der Bau der Anlage ist nahezu vollständig abgeschlossen, die Module und die Wechselrichter sind bereits installiert. Bevor die Anlage ans Netz gehen kann, fehlt lediglich die Installation des Batteriespeichers und der Trafostation.

Die Teilnehmenden erhielten vor Ort spannende Einblicke in die Planung, Umsetzung und technischen Besonderheiten der Anlage. Mit einer installierten Leistung von rund 4,83 Megawattpeak, insgesamt 7.728 Solarmodulen sowie einem integrierten Batteriespeicher wird die Anlage künftig jährlich rund 4.785 Megawattstunden Strom erzeugen. Damit kann rechnerisch der Jahresstrombedarf von etwa 1.000 Vier-Personen-Haushalten gedeckt und gleichzeitig eine CO₂-Einsparung von rund 1.680 Tonnen pro Jahr erzielt werden.

Begleitet wurde die Besichtigung durch einen Fachvortrag von Klaus Wienand, Vorstand des Energiewerks Landkreis Aschaffenburg gKU (ELA), sowie einem Vertreter der AHS-Solar GmbH & Co. KG. Die Referenten erläuterten den Werdegang des Projekts von der ersten Potenzialanalyse bis zur Realisierung und stellten die Bedeutung kommunaler Beteiligungsmodelle für die erfolgreiche Umsetzung erneuerbarer Energieprojekte heraus.

Ein weiterer Schwerpunkt des Netzwerktreffens war die Vorstellung eines PV-Dachflächenkatasters für kommunale Liegenschaften. Dieses Instrument unterstützt die Netzwerkkommunen dabei, geeignete Dachflächen systematisch zu identifizieren und deren wirtschaftliches Potenzial für Photovoltaikanlagen zu bewerten. Darüber hinaus wurden verschiedene Umsetzungsmodelle – beispielsweise in Zusammenarbeit mit Energiegenossenschaften – vorgestellt.

Die Diskussionen zeigten einmal mehr, dass der Ausbau der Solarenergie sowohl auf kommunalen Dachflächen als auch auf geeigneten Frei- und Gewerbeflächen erheblich dazu beitragen kann, die Energieversorgung nachhaltiger und unabhängiger zu gestalten. Die Netzwerkkommunen verfolgen damit das gemeinsame Ziel, die regionalen Klimaschutzziele aktiv zu unterstützen und die Wertschöpfung vor Ort zu stärken.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Vorstellung des Förderprogramms „Laden im Mehrparteienhaus“. Durch das Förderprogramm können sich die Antragsberechtigten die Anschaffung und Errichtung von privaten Ladepunkten (nicht öffentlich zugänglich) in Verbindung mit der Vorverkabelung für die Stellplätze fördern lassen.

Im Rahmen der weiteren Netzwerkarbeit werden die begonnenen Aktivitäten fortgeführt und neue Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau erneuerbarer Energien angestoßen.

Hintergrund Nationalen Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Gefördert durch:

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
  • Nationale Klimaschutz Initiative

aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Die Initiative für das regionale Netzwerk ging gemeinsam von der Hösbacher BfT Energieberatungs GmbH und der Energieagentur Bayersicher Untermain aus. Das Netzwerkmanagement und die energietechnische Beratung liegen in den Händen des Ingenieurbüros BfT. Die Energieagentur Bayerischer Untermain stellt den Netzwerk-Moderator und unterstützt das Management und die Kommunen bei Bedarf. Fachliche Unterstützung erhalten die Teilnehmer zudem von der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH und dem Elektrizitätswerk Goldbach-Hösbach GmbH & Co KG.

Kontakt:

BfT Energieberatungs GmbH
Simon Sauer
Frohnradstraße 3b
63768 Hösbach
Tel.        06021/32746-00
E-Mail:  info@bft-energie.de
Web:     www.bft-energie.de

EnergieAgentur Bayerischer Untermain
Johannes Brönner
Rüttelweg 7
63843 Niedernberg
Tel.        06028/21747-14
E-Mail:  broenner@energieagentur-untermain.de
Web:     www.zentec.de

Kategorien: Amtliche Mitteilungen, Gemeinde & Bürger

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