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11.02.2026
Die Gemeinde Niedernberg hat einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu ihren Klimazielen erreicht: Die kommunale Wärmeplanung ist erfolgreich abgeschlossen und der finale Wärmeplan liegt nun öffentlich vor.
Mit diesem Plan erhält die Kommune einen strategischen Leitfaden, wie die lokale Wärmeversorgung bis 2045 vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt und langfristig gesichert werden kann. Der Abschluss dieses Projekts bildet einen zentralen Baustein der örtlichen Energiewende.
Der erarbeitete Wärmeplan basiert auf einer umfassenden Bestandsanalyse, die zeigt, wie derzeit geheizt wird. Aktuell wird ein großer Teil des Wärmebedarfs noch durch fossile Energieträger wie Erdgas und Heizöl gedeckt. Gleichzeitig weist der Gebäudebestand ein beträchtliches Sanierungspotenzial auf, das es ermöglicht, den Wärmebedarf bis 2045 deutlich zu senken. Auch die Analyse der erneuerbaren Energieressourcen zeigt, dass in Niedernberg ausreichende Potenziale für klimafreundliche Technologien vorhanden sind. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage dafür, dass die bundesweiten Klimaziele einer treibhausgasneutralen Energieversorgung Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Auf Basis der Bestands- und Potenzialdaten wurde ein Zielszenario für das Jahr 2045 entwickelt, das ein realistisches und zugleich ambitioniertes Bild der zukünftigen Wärmeversorgung zeichnet. Es zeigt klar: Eine vollständige Abkehr von fossilen Brennstoffen ist technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll. Die kommunale Wärmeplanung sieht dabei für jedes Teilgebiet passende Lösungen vor – bewusst ohne pauschalen Ansatz. Während der Aufbau zentraler Wärmenetze dort vorgesehen ist, wo er technisch und wirtschaftlich sinnvoll erscheint, bleiben andere Bereiche in einer dezentralen Versorgung, unter anderem auf Basis von Wärmepumpen, Solarthermie und Biomasse.
Neben ökologischen Aspekten berücksichtigt die Wärmeplanung ausdrücklich auch Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Der dazugehörige Maßnahmenkatalog enthält aufeinander abgestimmte Schritte: etwa die Erstellung von Machbarkeitsstudien für neue Wärmenetze, die Dekarbonisierung kommunaler Liegenschaften sowie zielgerichtete Informationsangebote für die Bevölkerung.
Der Abschlussbericht steht hier zur Verfügung und bildet eine tragfähige Grundlage für zukünftige Entscheidungen im Bereich der lokalen Energiewende. Mit der abgeschlossenen Wärmeplanung verfügt die Gemeinde nun über ein wirkungsvolles Instrument, um die Wärmewende systematisch voranzutreiben und die Gemeinde bis 2045 Schritt für Schritt klimaneutral auszurichten.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass mit der kommunalen Wärmeplanung keinerlei gesetzliche Auswirkung für die Bevölkerung verbunden sind. Vielmehr profitieren die Bürgerinnen und Bürger: Der Wärmeplan zeigt auf, welche Technologien künftig sinnvoll sind, welche Investitionen sich langfristig lohnen und wo die Gemeinde selbst aktiv wird. Damit verschafft die Planung Orientierung, ohne Zwang auszuüben.
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Das BMWK fördert die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Niedernberg unter dem Förderkennzeichen 67K27954 (www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie).
Kategorien: Pressemitteilung Gemeinde Niedernberg